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Trainers for Visually Impaired Students Introduce 3D Printing

Name: Trainers for visually impaired students introduce 3D printing / T4VIS-In3D

Zeitraum: 1. November 2020 bis 1. August 2023

Inhalt: Verbesserung der digitalen Bildung sehbehinderter SchülerInnen/Auszubildenden und ihrer digitalen Kompetenz durch die Einführung der 3D-Druck-Technologie.

Förderung: ERASMUS+ KA02 Strategische Partnerschaft

Homepage: www.t4vis-in3d.net

Hintergrund

Aufgrund der Sehbehinderung und der wachsenden Anforderungen an die erforderlichen elektronischen Hilfsmittel sind blinde und sehbehinderte Menschen in der Regel benachteiligt, wenn es die rasche Einführung moderner IT-Bildungsinhalte betrifft. Die digitale Kompetenz wird jedoch auch in Zukunft ein Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt sein.

Ein weiterer Aspekt ist, dass taktile Lehr- und Lernmaterialien nach wie vor wesentliche Instrumente in der Ausbildung blinder und sehbehinderter SchülerInnen und LehrgangsteilnehmerInnen sind.

Bisher war die Herstellung von taktilen Materialien teuer und zeitaufwendig. Die einfachere Lösung, mit Schwellpapier zu arbeiten, bietet jedoch starke Einschränkungen bei der dreidimensionalen Darstellung und der ausreichenden Wiedergabe von Details.

Die Entwicklung immer preiswerterer und leistungsfähigerer 3D-Drucker bietet neue Möglichkeiten für die individuelle Herstellung von vielseitigen und kostengünstigen Lehrmaterialien.

Der 3D-Druck ist eine immer wichtiger werdende Technologie, mit der sich insbesondere Bildungsorganisationen rechtzeitig befassen müssen, um das Wissen an ihre SchülerInnen und Kursteilnehmenden weitergeben zu können. Hierzu müssen LehrerInnen und AusbilderInnen jedoch in der Lage sein, die betreffende Technologie und ihr Potenzial erkennen und bedienen zu können. Es ist jedoch notwendig, dass sich dieses Thema nicht, wie sonst üblich, auf die Lehrer und Ausbilder der MINT-Fächer beschränkt.

Projektziel

Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Initiative zur Verbesserung der digitalen Bildung sehbehinderter SchülerInnen und Kursteilnehmenden und ihrer digitalen Kompetenz durch die Einführung der 3D-Technologie. Diese beiden Ziele sollen durch eine zweistufige Strategie erreicht werden.

1. Im ersten Schritt werden LehrerInnen und AusbilderInnen für sehbehinderte Personen selbst in die Nutzung von 3D-Druckern eingeführt. Dieser Schritt soll die AusbilderInnen in die Lage versetzen, taktile Lehrmaterialien und Werkzeuge für ihre Teilnehmenden zu erstellen und durch den regelmäßigen Einsatz dieser Technologie praktische Erfahrungen zu sammeln.

  1. Der nächste Schritt soll die AusbilderInnen in die Lage versetzen, ihre erworbene Erfahrung zu nutzen, um ihre SchülerInnen und Kursteilnehmenden im 3D-Drucken entsprechend den methodischen Anforderungen sehbehinderter Menschen anzuleiten.

Als zusätzliches Ergebnis werden die Produkte, die während des Projekts entwickelt wurden, auf einem bereits bestehenden Portal für den 3D-Druck (Thingiverse) und auf einem neuen und offenen Portal für Produkte für Sehbehinderte veröffentlicht, das von dem österreichischen Partner entwickelt und kontinuierlich betrieben wird.

Projektinhalt

Während des Projekts werden ein Lehrplan für die AusbilderInnen und ein Lehrplan für die SchülerInnen und Kursteilnehmenden entwickelt. Die Entwicklung der entsprechenden Lehrmaterialien in den Sprachen der Partnerländer gehört ebenfalls zu den Aufgaben. Die Ausbildung der AusbilderInnen im 3D-Druck wird im Rahmen von zwei einwöchigen Schulungsveranstaltungen im BFW Düren erfolgen.

Die hier entwickelten Produkte können von anderen Bildungseinrichtungen und Lehrkräften für Menschen mit Sinnesbehinderungen genutzt werden.

Projektpartner

  • Instituttet for Blinde og Svagsynede, IBOS, Dänemark
  • National Rehabilitation Centre for Blind, Bulgarien
  • FUNDACION ASPAYM CASTILLA Y LEON, Spanien
  • HILFSGEMEINSCHAFT DER BLINDEN UND SEHSCHWACHEN OSTERREICHS, Österreich
  • ISTITUTO REGIONALE RITTMEYER PER I CIECHI DI TRIESTE, Italien

Projektbroschüre

Poster zum Projekt

 

Kontakt: Jürgen Hüllen