Fünf Jahre Integrationsmaßnahme für nicht sehgeschädigte Menschen

Eine Person steht hinter 2 weiteren Personen, die vor einem PC sitzen. Er zeigt erklärend mit dem Arm auf einen der Bildschirme. Die beiden Personen schauen aufmerksam zu.

Wie aus einer Idee eine berufliche Erfolgsgeschichte wurde

Vor fünf Jahren startete das Berufsförderungswerk Düren ein Herzensprojekt abseits des gewohnten Kerngeschäfts, der beruflichen Rehabilitation von Menschen mit Sehbeeinträchtigung. Das Ziel: Menschen mit körperlichen und psychischen Erkrankungen den Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt zu ebnen – so ist die Integrationsmaßnahme für nicht sehgeschädigte Menschen gestartet. Heute blicken wir stolz auf eine Erfolgsgeschichte, die Leben verändert hat.

Es begann alles mit einer Vision und einer Handvoll Mut. „Am Anfang stand eine kleine Idee“, erinnert sich die Teamleiterin Jenny Blome. „Wir wollten eine Lücke schließen und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen im Kreis Düren und der Städte Region Aachen eine echte, nachhaltige Perspektive bieten.“ Was mit gerade einmal fünf Teilnehmenden und einem einzigen Lehrgang klein anfing, hat sich bis heute zu einer festen Säule unserer Arbeit entwickelt: Aktuell laufen vier Lehrgänge parallel, in denen insgesamt 29 Teilnehmende intensiv begleitet werden. In den vergangenen fünf Jahren nahmen insgesamt 153 Rehabilitand*innen an der Maßnahme teil und wir blicken auf eine sehr erfolgreiche Zeit zurück.

Der Schlüssel zum Erfolg: Ganzheitlich und individuell

Der Weg zurück in den Beruf ist selten geradlinig. Genau hier setzt die Integrations-maßnahme für nicht sehgeschädigte Menschen an. Es geht nicht nur darum, fachliche Lücken zu schließen, sondern den Menschen als Ganzes zu sehen. Das Angebot basiert auf drei wesentlichen Säulen:

  1. Gezieltes Bewerbertraining: Stärken erkennen und überzeugend präsentieren.
  2. Auffrischen von vorhandenen und der Erwerb von neuen Arbeitskompetenzen: Schritt für Schritt zurück in den Arbeitsalltag finden.
  3. Kurz- und langfristige Praktika: Reale Arbeitserfahrung sammeln, die bestenfalls direkt in eine feste Übernahme mündet.

Das Fundament dieses Erfolgs ist unser interdisziplinäres Fachpersonal. Reha- und Integrationsmanager*innen, Sozialpädagog*innen, Psycholog*innen, Vermittlungs-fachkräfte, Reha- Ausbilder*innen und Verwaltungsangestellte arbeiten Hand in Hand mit und für die Teilnehmenden im Hause. Sie gehen nicht nur auf die fachlichen Inhalte ein, sondern fangen auch individuelle Förderbedarfe empathisch auf.

„Unser Team ist wie ein starkes Netz, das die Teilnehmenden auffängt, stärkt und so lange begleitet, bis sie wieder fest auf eigenen Beinen stehen können.“

Eine Bilanz, die bewegt

Zahlen erzählen oft nur die halbe Wahrheit – doch in diesem Fall sprechen sie eine eindeutige Sprache der Hoffnung und des Erfolgs. Obwohl wir über die Jahre hinweg

153 sehr individuelle Rehabilitanden begleiten durften, bleibt eine Quote besonders im Gedächtnis: 72% der bisherigen Teilnehmenden haben in der Qualifizierungsmaßnahme durch die Maßnahme einen neuen, festen Arbeitsplatz gefunden.

Nach fünf Jahren lässt sich zweifelsfrei sagen: Aus der kleinen Idee von damals ist ein echtes Erfolgsmodell für die gesamte Region geworden. Ein Modell, das beweist, dass mit der richtigen Unterstützung und einer gehörigen Portion Mut der Neustart im Beruf gelingen kann.