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Außenstelle Hamburg

Beratung für sehbehinderte und blinde Menschen

Erkrankungen der Augen im Erwachsenenalter gehen häufig einher mit deutlichen Funktionsverlusten, z. B. Einschränkungen der Sehschärfe oder Gesichtsfeldausfällen. Ob schleichender Verlauf oder plötzlich eintretende Erkrankung: Die Betroffenen haben meist nicht nur den Funktionsverlust mit seinen Auswirkungen im Privatleben zu verkraften, sondern sind auch mit schwerwiegenden Folgen im Berufsleben konfrontiert.

Wichtig ist dann eine frühzeitige, fachkundige Beratung. Nicht selten kann ein noch vorhandener Arbeitsplatz durch die passende Hilfsmittelausstattung erhalten werden. Aber auch in allen anderen Fällen kommt es darauf an, in der Beratung Wege und Perspektiven aufzuzeigen, wie die weitere berufliche Zukunft aussehen kann.

Im Berufsförderungswerk Hamburg hat das BFW Düren, eines von drei bundesweit arbeitenden Zentren für die berufliche Bildung blinder und sehbehinderter Menschen, einen Beratungsstützpunkt. Fachleuten stehen dort für eine umfassende, kostenfreie Erstberatung zur Verfügung. Ein Anruf genügt, um einen individuellen Beratungstermin zu vereinbaren.

 

Integration sehgeschädigter Menschen in den Beruf (ISB)

Sehbehinderte und blinde Menschen benötigen häufig unabhängig von ihrer Qualifikation besondere Hilfestellungen, um ins Arbeitsleben integriert werden zu können. Unser spezieller Integrationslehrgang ist auf die besonderen Bedürfnisse der Personengruppe ausgerichtet: Wir suchen gemeinsam nach realistischen Eingliederungszielen und vermitteln die zur Eingliederung erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten. Passgenaue technische Hilfsmittel ermöglichen die erfolgreiche Durchführung von Betriebspraktika, die in vielen Fällen zum erwünschten Ergebnis führen – zur dauerhaften beruflichen Eingliederung.

Die Lehrgangsphasen:

  • Interne Phase mit Profiling, Schulung, Erarbeiten von Bewerbungsstrategien, Recherche nach geeigneten Betriebspraktika und Arbeitsstellen, Erstellen von Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgesprächen
    Dauer: 3 bis 6 Monate
  • Langzeitpraktikum im Betrieb
    Dauer des Praktikums: 6 bis 9 Monate

Lehrgangsdauer: bis zu 12 Monate

Blindentechnische Grundausbildung

Nicht selten führen Augenerkrankungen im Erwachsenenalter über einen kürzeren oder längeren Zeitraum zu einem derartigen Verlust der Sehfunktionen, dass beispielsweise das Lesen von Texten auch mit stark vergrößernden Hilfsmitteln nicht mehr möglich ist oder den Anforderungen am Arbeitsplatz nicht mehr genügt. Hier können die speziellen Lerninhalte der blindentechnischen Grundausbildung dazu verhelfen, die Voraussetzungen für ein selbständiges Handeln am Arbeitsplatz, aber auch im Privatleben, zurückzugewinnen. Häufig ist wegen der erheblichen Seheinschränkung eine berufliche Neuqualifizierung erforderlich. Auch dafür werden in der blinden-technischen Grundausbildung die Grundlagen geschaffen.

Die wesentlichen Lerninhalte sind

  • Lesen und Schreiben der Blindenschrift
  • Tastschreiben am PC
  • Textverarbeitung am PC mithilfe der Braillezeile und der Sprachausgabe
  • Deutschunterricht
  • Schulung in Orientierung und Mobilität
  • Training lebenspraktischer Fertigkeiten

Lehrgangsdauer: bis zu 12 Monate

 

Ausbildung in Kooperation

Bei einer beruflichen Neuorientierung bieten sich sehbehinderten Menschen eine Vielzahl von neuen Chancen. Damit Betroffene in der Umgebung von Hamburg diese Chancen auch nutzen können, gibt es seit Jahren eine bewährte Kooperation zwischen den Berufsförderungswerken Düren und Hamburg. Während das BFW Hamburg die unmittelbare Ausbildung vor allem im Bereich der kaufmännischen und verwaltenden Berufe anbietet, versteht sich das BFW Düren als Partner der sehbehinderten Menschen. Unsere Mitarbeiter in Hamburg widmen sich zu Beginn und während der Ausbildung intensiv all den Fragen, die mit der Sehbehinderung in einem Zusammenhang stehen.

So werden die Arbeitsplätze der sehbehinderten RehabilitandInnen im BFW Hamburg wie auch während betrieblicher Praktika individuell und passgenau mit den erforderlichen Hilfsmitteln ausgestattet. Verbunden damit ist auch eine pädagogische Unterstützung und bei Bedarf ein Mobilitätstraining. Während der gesamten Maßnahme wird darauf geachtet, dass die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung geschaffen sind.

Termine zu allen Angeboten nach Vereinbarung

Kontakt:

Sabine Kuhn
Telefon: 040/64581-1637
Telefax: 040/64581-1642
E-Mail: sabine.kuhn@bfw-dueren.de

BFW Düren / Außenstelle Hamburg
Marie-Bautz-Weg 11
22159 Hamburg

Anfahrt:

Sie finden uns im Gebäude der

BFW Berufsförderungswerk Hamburg GmbH
Marie-Bautz-Weg 11, 22159 Hamburg
Tel.: 0 40/6 45 81-16 37
Frau Sabine Kuhn (Raum W026)

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Vom Hamburger Hauptbahnhof aus mit der U-Bahn (U1) bis zur Station „Farmsen“ und dann 5-10 Minuten Fußweg zum Berufsförderungswerk Hamburg oder mit den Buslinien 27 oder 168 bis direkt vor den Haupteingang (Haltestelle „Berufsförderungswerk Hamburg“). Unsere Räume befinden sich hinten rechts im Erdgeschoss des Gebäudes „W“.

(Fahrplanhinweise finden Sie unter www.hvv.de oder www.geofox.de)

Anreise mit PKW

Auf dem Marie-Bautz-Weg bis zum Haupteingang.

(bitte das Bild zum Vergrößern anklicken)