11 Fragen an… Herrn Loogen

Herr Loogen trägt ein graues Sweatshirt und hat den Kopf auf die Hand aufgestützt. Er hat kurzes graues Haar, trägt eine helle Brille und lächelt in die Kamera

Herr Thomas Loogen ist seit 01.02.2021 im BFW Düren als Vermittlungsfachkraft tätig und unterstützt unsere Teilnehmenden u. a. bei der Suche von Praktikums- und Arbeitsplätzen.

Wie beginnt ein guter Tag für Sie? 

Definitiv ohne Hetze, mit genug Zeit für einen Blick in die Tageszeitung, eine Tasse Kaffee und eine Dusche.

Gibt es Menschen, die Sie geprägt haben?

Sehr viele Menschen, die mir im Alltag begegnen und weniger die „großen“ Menschen der Weltgeschichte. Zuletzt eine 15-jährige Teilnehmerin der Potentialanalyse: sie versprüht trotz multipler gesundheitlicher Einschränkungen sehr viel positives Lebensgefühl, verfolgt konsequent ihr Ziel, später Medizin zu studieren und hat immer ein Lächeln auf den Lippen. Respekt!

Was lesen Sie gerade?

Gewittertiere von Svealena Kutschke und ein Marsipulami Comic.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit im BFW Düren? Haben Sie hier Erfahrungen gemacht, die für Sie neu waren?

Mir gefällt es, dass ich hier etwas mit Menschen und für Menschen bewegen kann. Ich mag die täglichen Begegnungen und Gespräche mit sehr vielen unterschiedlichen Leuten, die vielen Anregungen die ich dadurch bekomme und was ich dadurch lernen kann – natürlich auch, dass ich das Ein oder Andere mitgeben kann.

Zudem gefällt mir die Vielfalt der Tätigkeit hier im BFW. Ich bin ein Mensch, der Dinge hinterfragt und sie nicht als gegeben hinnimmt. Nur so kann man Abläufe und Prozesse verbessern und optimieren und dafür finde ich hier offene Ohren. Das ist für mich eine Form der Anerkennung, die mir besser gefällt als Schulterklopfen. Ich brauche Bewegung, Entwicklung, frisches Denken – das finde ich hier. Stillstand und „das haben wir schon immer so gemacht“ finde ich furchtbar.

Was mögen Sie besonders an sich und gibt es etwas, was Sie gar nicht an sich mögen?

Ich bin dankbar dafür, dass ich eigentlich nie meinen Humor verliere. Es gab viele Situationen in meinem Leben, in denen mir das Lachen vergangen ist, aber es ist immer wieder zurückgekommen und dafür bin ich dankbar.

Was ich nicht so an mir mag: ich plaudere manchmal drauflos, denn ich gehöre zu den Menschen, die ihr Herz auf der Zunge tragen. Das ist nicht immer gut.

Gibt es Rituale in Ihrem Leben? Wenn ja, welche?

Das Morgenritual bei Frage 1.

Am Wochenende etwas Zeit mit einem guten Buch und einem guten Tee in meinem Garten oder Wintergarten.

Und wenn es zeitlich passt, höre ich samstags gerne die Bundesligakonferenz auf WDR 2 während ich in meinem Schuppen irgendetwas repariere oder baue.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Es gibt Werte, die mir wichtig sind, z.B. offen und fair mit meinen Mitmenschen umzugehen, hilfsbereit zu sein, mich selbst zu hinterfragen und noch so vieles mehr, aber das eine Lebensmotto habe ich nicht. Eins wäre bei den verschiedenen Lebensphasen auch zu wenig. Und so etwas wie „carpe diem“, oder „gib niemals auf“, das passt doch eigentlich auch oft.

Was bringt Sie zum Lachen?

Zum Glück gibt es vieles, das mich zum Lachen bringen kann – einschließlich mir selbst.

Besonders gerne mag ich den britischen, schwarzen Humor und einige Kabarettist*innen.

Welche Superkräfte hätten Sie gerne?

Mir genügen die Superkräfte die ich schon besitze und von denen ich mir einige hart erarbeiten musste, z.B.: Geduld, Offenheit, Toleranz, Humor und Empathie.

Aber als Kind wollte ich unbedingt fliegen können.

Was möchten Sie unbedingt noch in Ihrem Leben tun?

Möglichst viel Zeit mit interessanten und offenen Menschen verbringen.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich selbst wünschen und was im Hinblick auf Ihre Arbeit im BFW?

Für mich selbst: dass meine Frau und ich glücklich und gesund unseren gemeinsamen Weg weitergehen können, egal wie lang oder kurz er auch sein mag.

Für die Arbeit im BFW: dass der eingeschlagene Weg zur Umgestaltung des BFW innovativ, konsequent und multiprofessionell weitergegangen wird, damit neben den sehbehinderten und blinden Menschen, auch viele andere Personengruppen einen kompetenten Bildungsträger in der Region haben. Wenn ich daran mit meinem Know-How und Engagement mitwirken kann, bin ich sehr zufrieden.