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Virtual Reality for Mobility Training

Name: Virtuelle Realität für das Mobilitätstraining sehbehinderter und blinder Menschen/ VR4Mobility

Zeitraum:  1. Januar 2024 bis 31.12.2026

Inhalt: Einsatz der VR Technologie im Mobilitätstraining

Förderung: ERASMUS+/ Europäische Union

Homepage:

Logo des Projektes VR4Mobility. Zeigt eine VR Brille, die in eine Straße übergeht, auf der eine Person mit Langstock geht

Hintergrund

Individuelle und selbständige Mobilität ist die Grundvoraussetzung für gesellschaftliche und berufliche Teilhabe, insbesondere für Menschen mit Sehbehinderungen. Leider ist ein qualifiziertes Mobilitätstraining für Menschen mit Sehbehinderungen nicht in allen europäischen Ländern gleichermaßen verfügbar.

Obwohl die EU im Jahr 2010 das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und damit auch Artikel 20 im Dezember 2010 ratifiziert hat, ist die Umsetzung europaweit sehr uneinheitlich.
Ein qualifiziertes Mobilitätstraining ist sehr zeit- und personalintensiv. Aus Sicherheitsgründen findet das Training in einer 1:1 Lehrer-/Schülersituation statt. Dazu gehört auch das Einüben von Wegen zu öffentlichen Verkehrsknotenpunkten (z. B. Bahnhöfen), um zum und vom Arbeitsplatz zu gelangen. Damit verbunden sind zeitaufwändige Fahrten zum Ausbildungsort, um die Fortbewegung an diesen Orten zu trainieren.

Ein Projekt zur virtuellen Realität für das Mobilitätstraining sehbehinderter Menschen ist aus mehreren Gründen notwendig:

  1. Die virtuelle Realität bietet eine zugängliche und immersive Umgebung für sehbehinderte Menschen, um ihre Mobilitätsfähigkeiten in einer sicheren und kontrollierten Umgebung zu üben. Keine Störungen durch hohes Verkehrsaufkommen und Menschenmassen beeinträchtigen die Aufmerksamkeit des Teilnehmers. Physische Gefahren werden durch eine virtuelle Umgebung eliminiert
  2. Durch die realistische Simulation verschiedener Mobilitätsszenarien werden die Teilnehmer sicherer.

Projektziel

Das Hauptziel dieses Projekts ist die Bereitstellung eines grundlegenden Mobilitätstrainings für sehbehinderte Menschen unter Verwendung der Virtual-Reality-Technologie. Diese Lösung würde die Situation in Bezug auf die individuelle Mobilität für diese Zielgruppe auch in Ländern verbessern, in denen ein solches Training nicht verfügbar oder geregelt ist. Langfristig erleichtert dieses Ziel die Durchsetzung von Artikel 20 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Um das Projektziel zu erreichen, sind im Rahmen des Projekts vier Schritte geplant:

1. Schulung von Fachlehrern und Mobilitätstrainern für sehbehinderte Menschen in der angemessenen Nutzung der VR-Technologie für behinderte Menschen.
2. Schulung von Fachlehrern und Mobilitätstrainern für sehbehinderte Menschen in der Erstellung von 360°-Videos und deren Verwendung in VR-Headsets für das vorbereitende Mobilitätstraining.
3. Schulung von Fachlehrern und Mobilitätstrainern für sehbehinderte Menschen in der Erstellung virtueller 3D-Umgebungen mit der Unity 3D Designer Plattform
4. Implementierung von VR-Technologie in den Partnerorganisationen

     

    Projektinhalt

    Um die Projektziele zu erreichen, werden die folgenden Aktivitäten durchgeführt:

    • Durchführung von 2 Schulungskursen für Projektmitarbeiter
    • Durchführung von mindestens einem partnerinternen Pilotkurs für Mobilitätstrainer, entsprechend den entwickelten Lehrplänen und Lernmaterialien.
    • Durchführung mindestens eines Pilottrainingskurses für sehbehinderte Schüler, entsprechend der entwickelten virtuellen Umgebungen durch alle teilnehmenden Bildungszentren in diesem Projekt

    Hierfür werden die folgenden Materialien erstellt, die in den Landessprachen der Projektpartner verfügbar sein werden:

    1. Curriculum zur Einführung der Trainer in die angemessene und behindertengerechte Nutzung von VR-Headsets für sehbehinderte Teilnehmer.
    2. Curriculum zur Erstellung virtueller Umgebungen
    2.1. Erstellen von virtuellen Umgebungen mit 360° Video und deren Verwendung für Mobilitätstraining. Curriculum für einen 5-tägigen Kurs.

    2.2. Erstellen von virtuellen Umgebungen mit der Unity Design Plattform und deren Verwendung für das Mobilitätstraining. Curriculum für einen 5-tägigen Kurs.
    3. Lehrunterlagen

    3.1. Angemessene und zugängliche Nutzung von VR-Hardware in der Ausbildung von sehbehinderten Menschen
    3.2. Schaffung virtueller Umgebungen mit 360°-Video und angemessene Nutzung während des ersten Mobilitätstrainings
    3.3. Erstellung virtueller Umgebungen mit der Unity 3D-Designplattform und geeignete Nutzung bei der Mobilitätsschulung

    Projektpartner

      • ISTITUTO REGIONALE RITTMEYER PER I CIECHI/ Italien
      • Rapture Games Sociedad Limitada/ Spanien
      • National Rehabilitation Centre for Blind/ Bulgarien
      • Valteri-koulu/ Finnland
      • Instituttet for Blinde og Svagsynede, IBOS/ Dänemark
      • Fondazione Istituto dei Sordi di Torino ONLUS/ Italien
      • HILFSGEMEINSCHAFT DER BLINDEN UND SEHSCHWACHEN OSTERREICHS

       

      Kontakt: Jürgen Hüllen

      Gefördert durch: ERASMUS+

      Logo: Kofinanziert von der Europäischen Union